Oberbayerisches Volksblatt     04.09.2003

100 Arbeitsplätze geplant

Summerer Technologies baut neues Werk in Schechen

Schechen (hel) - Die Firma Summerer Technologies GmbH & Co. KG hat im Gewerbegebiet «Am Eschengrund» in Schechen vom Landkreis Rosenheim ein Grundstück mit rund 11000 Quadratmetern erworben.
In vier bis fünf Wochen werden die Handwerker mit dem Rohbau der Halle 1 mit 2000 Quadratmetern Fläche beginnen. Das Unternehmen Summerer Technologies, dessen Stammwerk in Gänsbach bei Rimsting angesiedelt ist, wird im Gewerbegebiet Schechen Spritzgussformen für die Automobilindustrie herstellen. Am ersten Spatenstich nahmen neben den Gesellschaftern Franz, Sebastian, Anton und Andreas Summerer auch Landrat Dr. Max Gimple, Landtagsabgeordneter Adolf Dinglreiter, Landtagskandidat der CSU Klaus Stöttner und Schechens Zweite Bürgermeisterin Barbara Zeller teil.

Das Verwaltungsgebäude, bestehend aus Erdgeschoss, erstem Obergeschoss und Dachgeschoss, soll 1850 Quadratmeter umfassen. Eine zweite Halle, ebenfalls mit einer Grundfläche von 2000 Quadratmetern, soll bei Bedarf kurzfristig angebaut werden. Das Investitionsvolumen des Vorhabens liegt im ersten Bauabschnitt bei drei Millionen Euro; im zweiten Bauabschnitt sollen nochmals eine Million Euro investiert werden.
Die Anzahl der Maschinen erfordert eine Bodenplatte mit einer Stärke von einem Meter. Wegen einer etwaigen Hochwassergefahr wird das Gebäude 50 Zentimeter über Straßenniveau errichtet. Die Architekten und Ingenieure «Perner & Partner» aus Rosenheim möchten dem Gebäude einen repräsentativen Charakter geben und durch sichtbares Mauerwerk den Eindruck einer typischen Industriehalle vermeiden

Werkzeuge als Spezialgebiet

Die Werkzeuge zur Herstellung der Hinterspritztechnik zur Anwendung bei der Säulenverkleidung, Türverkleidung und Türspiegel sind ein Spezialgebiet in der Automobilindustrie. Die Werkzeuge zur Herstellung von Autoscheiben aus Kunststoff anstelle von Glas ist ein weiteres Produktionsprogramm. Diese «Verscheibung» der Autos aus Kunststoff bedeutet eine Gewichtsreduzierung um 50 Prozent gegenüber Glas und eine extrem hohe Bruchfestigkeit. Mit dem von der Firma entwickelten dynamischen Spritzprägeverfahren lassen sich große und dünnwandige Bauteile herstellen.
Bereits Anfang 2004 sollen die Maschinen aufgestellt werden. Die Geschäftsführer Franz und Sebastian Summerer haben den Produktionsbeginn für März 2004 vorgesehen. Benötigt werden bis zu 100 Mitarbeiter im Laufe der Zeit bis zum vollem Geschäftsbetrieb. Geschicklichkeit und Auffassungsgabe seien Voraussetzungen für die Mitarbeit; eine entsprechende Einarbeitungszeit sei vorgesehen.

Unternehmen in zweiter Generation

Dr. Max Gimple meinte: «Die Firma Summerer ist ein mittelständiges Unternehmen in der zweiten Generation, mit großer Innovationskraft und in der Automobilindustrie stark verankert.» Das Vorhaben sei sehr innovativ und habe internationale Bedeutung. Er hoffe, dass eine Entwicklung eingeleitet worden sei, in der weitere Spatenstiche hier im Gewerbegebiet keine Seltenheit sein werden.
Franz Summerer bedankte sich bei Adolf Dinglreiter und Klaus Stöttner für die Unterstützung, bei Dr. Gimple für das Grundstück und bei Barbara Zeller dafür, dass die Firma Summerer gerne in der Gemeinde Schechen gesehen sei.
Er verwies auf die Messe in Chicago, wo die Firmenstrategie vorgestellt wurde, die hier zur Anwendung kommen werde. Die Gespräche mit namhaften Kunden seien vielversprechend gewesen. Im nächsten Jahr soll es richtig losgehen